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Das Jahr 2020 und die Macht der Frauen

Das Jahr 2020 ist zur Hälfte vorbei, doch mit diesem Jahr ist nicht nur ein neues Jahrzehnt, sondern auch eine neue Zeit angebrochen: Die Zeit der Frauen. So lautet jedenfalls (nicht nur) meine Vorhersage.
Deshalb möchte ich mit der Heldinnen-Mentorei etwas für die Frauen in unserem Land tun. Ich begleite Frauen, die selbstbewusster werden und mehr Strahlkraft bekommen wollen.

In unserer ach so modernen Gesellschaft kann ich tagtäglich beobachten, dass Frauen unterdrückt werden. Längst nicht mehr so direkt und brutal wie beispielsweise im Mittelalter oder wie es in anderen Ecken auf dieser Erde noch heute geschieht. Bei uns passiert das viel subtiler, fast unmerklich. Und doch ist diese Unterdrückung an jeder Ecke spürbar. Jedenfalls für den, der darauf achtet.

Und genau das mache ich, ich achte darauf, seit Jahren schon.
Ich möchte mich hier auf die Aufzählung weniger dieser subtilen Unterdrückungspraktiken beschränken. Sie stehen exemplarisch für all die vielen kleinen und großen Nadelstiche ins Fleisch der weiblichen Energie.
Vom geringeren Lohn, den Frauen in unserer Gesellschaft oft für dieselbe Arbeit bekommen, brauche ich wohl niemandem von Euch erzählen. Und auch nicht davon, dass es Berufe gibt, in denen, welch Zufall, überwiegend Frauen arbeiten, die so schlecht bezahlt werden, dass oft der Weg zum Amt nötig wird, damit am Ende des Monats noch etwas Geld zum Leben übrig ist.

Nein, mir geht es vielmehr darum, dass zum Beispiel in Supermärkten, die mittlerweile ja überwiegend von Frauen geleitet werden, heute nicht etwa nach der Geschäftsleiterin gerufen wird, sondern nach der Geschäftsführung. Und alle machen mit.
Mir geht es exemplarisch auch darum, dass die Kassiererin auf bestimmten Schildern im Laden eben nicht Kassiererin genannt wird, sondern Kassierer, obwohl in der gesamten Belegschaft kein einziger Mann zu finden ist. Und niemanden außer mich scheint das zu stören.
Das sind keine großen Sachen, gewiss nicht. Im Grunde wäre das alles nicht mal der Rede wert, wenn, ja wenn nicht ein gewisses System dahinter zu erkennen wäre.
Für mich sieht es so aus, als würden solche Formulierungen allein dazu dienen, die gesamte weibliche Energie niedrig zu halten. Die weibliche Energie, die in unserer patriarchal dominierten Gesellschaft ohnehin sehr schwach ist.

Aber Moment mal, weshalb sollte die weibliche Energie unten gehalten werden, wenn Frauen doch ohnehin kaum eine Stimme haben und deshalb auch kaum wahrgenommen werden?
Vielleicht ja deshalb, weil sich dann, wenn die weibliche Energie hoch wäre, vieles verändern würde?!
Ich bin der Meinung, dass sich in diesem Falle sogar sehr vieles ändern würde. Nicht nur in unserem Land, sondern weltweit. Und mit dieser Meinung stehe ich beileibe nicht alleine da.

Weshalb also, frage ich Euch Frauen, weshalb tretet Ihr eigentlich nicht viel vehementer dafür ein, dass Ihr endlich eine gerechte, eine gleichwertige Bezahlung erhaltet, von der jede von Euch leben kann?
Weshalb steht Ihr nicht zusammen ein für eine gerechte Rentenregelung?
Weshalb tretet Ihr nicht dafür ein, dass sämtliche Sexualstraftaten endlich als das geahndet werden, was sie sind: Verbrechen gegen die Menschlichkeit?
Aus welchem Grund lasst Ihr Euch immer noch gefallen, dass jemand anders über Eure Körper bestimmen darf, beispielsweise, wenn Ihr ein Kind nicht bekommen wollt?
Weshalb tretet Ihr nicht dafür ein, dass Kinderkrippen und Kindergärten endlich kostenfrei werden? Weshalb tretet Ihr nicht gemeinsam für die Hebammen ein, die Euch während und nach der Schwangerschaft und vor allem unter der Geburt unterstützen? Weshalb tretet ihr nicht ein für Gleichwertigkeit statt der euch immer noch vorgegaukelten Gleichberechtigung, die nur scheinbar dasselbe ist?

Das alles hat nämlich nichts, aber auch gar nichts mit Feminismus zu tun, sondern damit, dass Ihr endlich von Eurer Hände Arbeit leben, damit Ihr sicher sein, selbstbestimmt leben und arbeiten könnt. Das alles sind heute Menschenrechte! Und Menschenrechte sind auch Frauenrechte!
Denjenigen, die mich jetzt vielleicht darauf hinweisen wollen, dass es aktuell ja viele Frauen in der Politik gibt, ja dass sogar die deutsche Kanzlerin eine Frau ist, möchte ich entgegnen, dass diese Frauen auf mich wirken, als seien sie nur deshalb in die Männerwelt aufgenommen worden, damit der äußere Schein gewahrt bleibt. Die wirkliche Macht ist in unserer Gegend der Welt immer noch männlich dominiert.
Daran ändern auch diejenigen nichts, die sich fleißig im Gendern üben. Das ist für mich übrigens eine sehr sinnfreie Übung, denn die Unterdrückung geschieht bei uns längst viel subtiler, wie die beiden oben genannten Beispiele belegen mögen.

Übrigens sind sich sogar viele Frauen, mit denen ich mich dann und wann unterhalte, gar nicht bewusst darüber, dass es für männliche Begriffe auch weibliche Formen gibt.
So nennt sich manche Autorin fleißig Autor, manche Künstlerin sich Künstler und manche Fotografin nennt sich auch heute noch Fotograf. Im Englischen ist es sogar noch schlimmer, in dieser Sprache gibt es offiziell erst gar keine weiblichen Berufsbezeichnungen. Englisch ist deshalb für mich eine natürlich international wichtige, aber leider um so viele Nuancen ärmere Sprache als das Deutsche.

Das Jahrzehnt der Frauen hat begonnen. Mehrere aktuelle bzw. künftige astronomische Ereignisse weisen gewisse Besonderheiten auf, die darauf hindeuten, dass die Energie sich insgesamt tatsächlich hin zum Weichen, zum Weiblichen verändert. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, könnte eine Erstarkung der weiblichen Energie tatsächlich fatale Folgen für diese von Männern dominierte Welt haben.
Doch von allein wird sich nun mal nichts ändern. Niemand gibt aus logischen Gründen seine Macht ab oder verändert etwas, das nicht in seinem Interesse liegt.

Sogar als Farbe dieses besonderen Jahres 2020 ist ein Blauton gewählt worden. Trendfarbe hin oder her, Blau ist die Farbe der alten Göttin! Genau aus diesem Grund übrigens ist auch meine Seite in Blautönen gehalten.
Die liebe ArteDea hatte auf ihrem Blog unlängst darauf hingewiesen, dass das Jahr 2020 unendliche Herzenergie enthält. Diese Herzenergie solltest Du nutzen, um den Wandel hin zur Weiblichkeit zu unterstützen, indem Du Dich zu einer Heldin entwickelst, damit Du Deine Gaben mit der Welt teilen kannst, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben oder gar Konsequenzen befürchten zu müssen. Die Zeit der Hexenverfolgungen ist zum Glück längst vorbei. Dir droht also keine unmittelbare Gefahr, wenn Du Deinen Weg gehst.

Dass Frauen immer noch öfter beispielsweise gegen Atomkraft oder für die Verhinderung des Klimawandels demonstrieren, nicht aber für ihre eigene gerechtere Bezahlung, liegt vielleicht auch daran, dass noch zu viel »männliche« Energie in ihnen steckt. Wir alle sind ohnehin ständig davon umgeben. Doch sie wird immer schwächer. Das sieht man unter anderem daran, dass viele Männer mittlerweile bereit sind, Arbeiten zu übernehmen, die traditionell Frauen erledigten oder dass sie den Haushalt mitorganisieren – jedenfalls wenn ihre Frauen sie lassen – oder eine große Herzensrolle bei der Kindererziehung übernehmen.

Jetzt ist endlich die Zeit angebrochen, diese alte, verbrauchte patriarchale Energie loszuwerden und gegen die sanfte, kreative, hingebungsvolle weibliche Energie auszutauschen.
Welche Macht muss die weibliche Energie haben, zu welchen großen Leistungen müssen Frauen – und erst recht Heldinnen – in der Lage sein, wenn schon ihre Erwähnung seit Jahrtausenden peinlichst vermieden wird, wo es nur geht?

Weshalb, frage ich Dich, wird das Blut der Reinigung in so vielen Gegenden und Religionen als unrein dargestellt?
Weil Frauen dadurch die Macht haben, Leben zu gebären, also zur Schöpferin zu werden. Und das widerspricht ja dem Allmachtdenken aller patriarchalen Religionen absolut.
Jede Frau ist also von Geburt an eine Heldin, denn sie trägt die Kraft der Kreativität bereits mit ihrer Geburt in sich. Das haben alle Frauen sämtlichen Männern voraus. Und das ist biologisch determiniert, nicht etwa esoterisches Gewäsch, wie etwa manche der unsagbaren Dogmen der Religionen.

Ich möchte Dir jetzt auch die Antwort auf all die provokativen Fragen geben, die ich Dir weiter oben stellte.
Ihr Frauen kämpft nicht, Ihr streitet nicht und Ihr wehrt Euch nicht, weil Ihr unendlich stark seid. Ihr seid so viel stärker als viele Männer, die in Anwesenheit einer starken Frau oft nur das Instrument der Unterdrückung kennen, damit sie selbst triumphieren.
Ihr könnte es aushalten, denn euer Unterbewusstsein weiß, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Stunde der Weiblichkeit schlägt.

Das Jahrzehnt der Frauen ist bereits angebrochen. Die Energie wird weiblicher und vieles wird immer leichter gehen. Ihr braucht keine Revolution anzuzetteln, weil die Zeit der Revolutionen vorbei ist. Denn die Macht der universellen, allumfassenden Liebe ist um so vieles stärker als alles andere.

Liebe ist die stärkste Kraft des Universums. Und mit der weichen Liebe werdet ihr Frauen bald all das erreichen, woran die männlichen Krieger vieler Generationen verzweifelten.
Ihr Frauen werdet Länder, Kontinente, ja die gesamte Erde mit purer Liebe »erobern«.

Und dann wird sich sehr vieles zum Besseren ändern. Für alle, für Frauen und Männer. Und für den Planeten, unser aller Heimat, Mutter Erde. Auch ihr wird es dann besser gehen, denn die Zeit des Schneller, Höher, Weiter, die Zeit der ewigen und unendlichen Produktionssteigerung wird dann vorbei sein. Dann wird überall nur noch nach Bedarf und Notwendigkeit produziert, wie Doris Lessing das schon vor vielen Jahren in ihren Romanen beschrieb. Dann wird endlich wieder der gesunde Menschenverstand regieren.

Die Zeit der Frauen ist bereits angebrochen.
Die Zeit des Miteinanders, die Zeit der Versöhnung der Geschlechter, der Versöhnung aller Völker ist angebrochen. Nicht der Krieg ist dann länger Motor der Entwicklung; seine Rolle übernimmt sehr bald die Liebe. Sie ist bereits im Begriff, immer dominanter zu werden. Was wir im Moment überall auf der Welt erleben, sind die Versuche des alten Systems, sich gegen den bevorstehenden unausweichlichen Wandel zu wehren. Doch dieser Wandel hin zum Besseren ist längst nicht mehr aufzuhalten, das neue Zeitalter ist bereits angebrochen.

Nun sollte sich jede einzelne Frau ihrer Rolle als Heldin natürlich vollkommen bewusst sein. Und genau dazu will ich gerne meinen Beitrag leisten.
Ich mache Dich selbstbewusst in Deiner Weiblichkeit, ich zeige Dir, dass Deine größte Schwäche in Wirklichkeit Dein größtes Potenzial ist, ich mache Dich bereit für Deine künftigen Aufgaben, die Du mit Deiner größten Freude leben kannst.

An welche von Euch Frauen richtet sich nun mein Angebot?
Ganz ehrlich: An jede Einzelne! Egal ob 18 oder 89: Egal ob spirituelle Kreative, Intellektuelle oder Arbeiterin in einer Fabrik, in jeder dieser Gruppen und in jeder dazwischen gibt es Leidtragende von männlichem Verhalten, von männlichen Energien. Wenn Du eine davon bist oder wenn Du eine Freundin hast, von der du das weißt, zögere nicht länger! Du musst nur den ersten Schritt auf Deinem Weg zum Heldinnensein allein tun. Danach wird es leicht, denn ich werde Dich unterstützen, wie es in meiner Macht liegt.

Du wirst sehen, schon nach ganz kurzer Zeit kannst auch Du Dich mir öffnen. Ganz einfach, weil ich mich für Dich und Deine Probleme tatsächlich interessiere. Bei mir steht nicht das Geldverdienen im Vordergrund, sondern Du als Mensch. Und genau das spürst Du. Du spürst es schon jetzt, sonst würdest Du längst nicht mehr lesen.

Vor einiger Zeit kursierte ein Video mit absolut frauenverachtenden Texten, die aus Liedern von Rappern stammen, im Netz. Ich könnte jedes Mal wieder aus der Haut fahren, wenn ich solche Sprüche wie die in diesem Video höre. Ich empfinde dann den tiefen Schmerz, den Du als Frau empfindest, wenn Du solche oder ähnliche Sätze im realen Leben hören oder noch Schlimmeres erleiden musst. Ich empfinde Deinen Schmerz wie Du ihn empfindest, aber ich leide nicht mit. Oft finde ich sogar ganz spontan einen möglichen Lösungsansatz.

Mitunter liegt der im kommunikativen Bereich, sehr oft aber im fehlenden Selbstbewusstsein der Frau. Woher soll es auch kommen, denn schon als Mädchen werden Frauen – viel mehr als ihre männlichen Altergefährten – wieder und wieder runtergemacht. Doch mir erging es als Kind genauso, deshalb weiß ich, wie Du Dich fühlst, denn ich fühlte das auch.

Da ich um die Probleme weiß, die viele Frauen mit ihrem Selbstwert haben, arbeite ich jetzt auch mit dem Unterbewusstsein meiner Klientinnen. Für das Gebiet des Unterbewusstseins interessierte ich mich schon sehr lange. Bereits als Kind begriff ich, wie wirksam die Hypnose für die Bearbeitung solcher Probleme sein kann. Deshalb bin ich heute ausgebildeter HypnoseMentor und unterstütze Dich mit der Kraft Deines Unterbewusstseins, Deine eigene Stärke (wieder) zu entdecken. Dein Unterbewusstsein ist so mächtig, wie Du es Dir vielleicht kaum vorstellen kannst. Wenn Du es Dir zum Verbündeten machst, ist schon nach einer Sitzung vieles möglich.

Melde Dich bei mir, damit Du Deine Aufgabe im großen Kontext bald erfüllen kannst! Mir scheint es, als sei es höchste Zeit, dass auch Du in Deine Heldinnenkraft kommst.
Weitere Informationen findest Du unter https://www.facebook.com/heldinnenmentorei/
oder auf meiner Website www.heldinnen-mentorei.de

Drei, die Zahl der Göttin

Was hat die Drei mit der Göttin zu tun?

Heute ist der Dritte Dritte, der Tag der Drei. Heute sind es noch genau
303 Tage bis zum Jahresende. Dabei fällt mir sofort ein, dass die Drei die Zahl der alten Göttin ist. Weshalb ist das so?
Die Göttin taucht jeden Tag in dreierlei Gestalt auf, erzählen die alten Sagen: Als unschuldiges Mädchen am Morgen, als erwachsene Frau am Mittag und als Greisin am Abend. Um Mitternacht stirbt die Alte, um im nächsten Moment neu geboren zu werden. Nur die drei Teile der Göttin ergeben ein Ganzes. Die Drei bedeutet in diesem Zusammenhang also Ganzheit, Gesamtheit, sie bedeutet auch Überfluss, denn die alte Göttin ist die Quelle von allem. Das wiederum bedeutet, auf der Erde gibt es alles im Überfluss. Für jede und jeden. Nur der (patriarchale) Mensch schafft (und kennt) künstliche Verknappung. Natürlich gibt es in der Natur auch Zeiten des Mangels, etwa während Dürren. Aber dann für alle. Und grundsätzlich gibt es für jedes Lebewesen immer von allem genug.

Ein Teil der Lösung

Jeder Mensch hat das Recht, in Fülle zu leben. Auch Du. Ja, auch Du hast dieses Recht. Du fragst, weshalb es Dir dann gerade so geht, wie es Dir im Moment geht?
Ein Teil des Geheimnisses der Lösung dieser Frage liegt darin, dass wir seit vielen Tausend Jahren in einer falschen, in einer nicht natürlichen Gesellschaftsordnung leben.
Die natürliche Ordnung, in der die Menschen vor Beginn des Patriarchats lebten, war mütterzentriert. Ein anderes Wort dafür ist matrifokal. Ist Dir dieses Wort schon einmal untergekommen? Vielleicht ja, tendenziell aber eher nein, oder?

Mütterzentriertheit, was ist das?

Mütterzentriertheit hatte nichts, aber auch gar nichts mit einem Matriarchat zu tun. Damals wurde niemand unterdrückt. Alle Menschen lebten in Frieden und Harmonie miteinander. Im Grunde herrschte auf der ganzen Welt Frieden. Na klar, welche Mutter möchte ihre Söhne und Töchter schon in den Krieg schicken? Sicher, hier und da gab es immer mal wieder Streitigkeiten, doch die wurden in der Regel unblutig beigelegt, nachdem man sich ausgesprochen hatte. Überhaupt wurde damals sehr viel miteinander geredet, nicht übereinander. Viele Frauen sehnen sich meines Wissens insgeheim nach dieser Zeit zurück.
Frauen können Leben schenken. Insofern stehen sie auf derselben Stufe wie die alte Göttin. Auch sie schenkt Leben, sie gebiert die Natur. Auch Frauen haben wie die alte Göttin drei Lebensabschnitte: junges Mädchen, reife Frau und weise Greisin.
Dass das keine Hirngespinste abgedrehter Esoteriker sind, beweisen Forscher wie Joseph Campbell, Kirsten Armbruster und manch andere seit vielen Jahrzehnten. Doch diese Forschungen finden in der Öffentlichkeit kein oder nur ganz geringes Gehör.

Liebe contra Macht

Das hängt damit zusammen, dass irgendwann die Männer beschlossen, die Macht zu übernehmen. Ich weiß nicht, wo oder wie das geschah, aber eins steht fest: Seitdem wurden und werden Frauen kleingemacht, wo es nur geht. Oft wurden sie verkauft oder gehalten wie Vieh, ihre Arbeit galt als nichts wert, sie wurden immer bevormundet, oft sogar von ihren eigenen Söhnen (ihren Söhnen, denen sie das Leben schenkten!), ihr Blut galt als unrein und dergleichen mehr.
Männer führten und führen Kriege, Männer haben Macht. Doch wie sagte der weise Charles (Charlie) Chaplin so treffend? »Macht brauchst Du nur, wenn Du etwas Böses vorhast. Für alles andere reicht Liebe, um es zu erledigen.«
Wer trägt alle Liebe der Welt in sich? Mütter. Deshalb durften Mütter und damit Frauen die Männer nicht länger daran hindern, Macht auszuüben. Macht und Liebe schließen sich gegenseitig aus.
Und diese patriarchale Machtausübung hinterlässt Spuren: Spuren in den Vergewaltigten, in den Erniedrigten, in den Kriegsopfern, in den Kriegskindern, Spuren auf der Erde, Spuren, die niemand mehr wegdiskutieren kann. Doch es ist nicht in erster Linie der Klimawandel, gegen den etwas unternommen werden muss. Nein, es ist die unendliche Ausbeutung unserer Mutter Erde, die schleunigst gestoppt werden muss! Und die Unterdrückung der Frau. Endlich!

Die Aussichten sind gut

Morgen, am vierten März 2020 kommt es zu einer besonderen Sternenkonstellation, der Konjunktion (Vereinigung) von Chiron, dem verwundeten Heiler und Lilith, der weiblichen Urkraft. Wir können nicht einmal erahnen, was diese Konstellation uns in der Zukunft bringt. Vielleicht beginnt morgen schon die Heilung und die Rückkehr der weiblichen Urkraft und damit die Wiedergeburt der Frau, wie sie ursprünglich gemeint war? Vielleicht beginnt morgen auch ein ganz neues Verständnis der Partnerschaft und der Liebe zwischen Frau und Mann? Und vielleicht ist das ja der Beginn der Heilung der Beziehungen zwischen Frau und Mann?
Niemand von uns weiß das, aber in jedem Fall bist Du gut beraten, Dich selbst und Deine Fähigkeiten für die kommende Zeit zu stärken. Auch um zu lieben, brauchst Du Kraft.
Wir leben im 21. Jahrhundert. Endlich haben alle Menschen so viel Zeit und Macht, über sich selbst und ihr eigenes Schicksal nachzudenken. Wir alle sind gut und weit vernetzt. Wir alle können unsere Zeit, unsere Macht und unsere Vernetzung dafür nutzen, etwas zu verändern. Jetzt! Doch zuerst müssen wir uns selbst verändern. Wir müssen wieder zu machtvollen Persönlichkeiten werden, damit wir zuerst im Kleinen und später auch im Großen etwas verändern können.

Überbleibsel vergangener Tage

Ja, wir leben im 21. Jahrhundert, uns geht es relativ gut. Doch vor ewigen Zeiten muss es den Frauen und den Männern einmal besser gegangen sein als heute. Damals, im matrifokalen Zeitalter, von dem heute kaum jemand noch etwas wissen will. Doch je mehr Ausgrabungen gemacht werden, desto mehr untrügliche Hinweise auf dieses Zeitalter kommen weltweit zu Tage. Beispielsweise sind alle so genannten ›Venusfigurinen‹ (z.B. die Venus von Willendorf) in Wirklichkeit Darstellungen der alten Göttin. Oft haben diese Figurinen eine Unzahl Brüste oder die Brüste dieser Figuren sind sehr üppig. Beides sind Symbole für die unendliche Fruchtbarkeit, Symbole für jene Fülle, nach der wir uns heute so oft sehnen.

Nimm Dein Leben in die Hand!

Du lebst wahrscheinlich meistens nicht in der Fülle. Und Du fragst Dich ernsthaft, weshalb Du Dich manchmal so mies fühlst? Immer wieder laufen Männer, an denen Du interessiert bist, vor Dir weg, weil Du eine starke Frau bist? Andererseits bist du schon mal angemacht worden? Oder gar Schlimmeres? Du hast Glaubenssätze, die Dich immer wieder an Dir zweifeln lassen, Dich gar zum Verzweifeln bringen? Du hast sonstige Hemmnisse, die Dir das Leben schwermachen?
Wenn Du auch nur eine einzige dieser Fragen mit ja beantworten musst, lade ich Dich in mein individuelles Mentoring ein, damit Du wieder in Deine Göttinnenkraft kommst!
Lade gern auch Deine Freundinnen oder Bekannten hierher ein oder erzähle davon, was Du hier erfahren hast.
Weitere Infos findest Du unter Angebot

Liest du noch oder schreibst Du schon?

Dein Leben besteht aus vielen Geschichten

Alte Mauern wie diese erzählen Geschichten aus alten Zeiten.
Jeder von uns erlebt im Laufe seines Lebens ebenfalls viele Geschichten. Geschichte reiht sich auch in Deinem Leben an Geschichte und jede dieser Geschichten hat einen Einfluss auf Dich.
Letztendlich ist die Identität jedes einzelnen Menschen die Summe seiner Geschichten. Auch Deine.
Auch Du erzählst Dir Tag für Tag, Stunde für Stunde immer wieder diese Geschichten.

Doch was sind das für Geschichten?

Meistens sind es immer wieder dieselben alten Geschichten, die Du Dir erzählst. Du erzählst Dir Geschichten, die von Verboten handeln, von Begrenzungen und Limitierungen, Von Angst, Scham und Schuld. Manche dieser Geschichten haben sich bereits unsere Vorfahren erzählt. Und sie haben sie Dir wieder und wieder erzählt, sodass sie mit der Zeit zu einem Teil von Dir geworden sind. Bildlich gesprochen liest Du immer wieder im selben Buch. Du liest es immer wieder, obwohl Du seinen Text längst auswendig weißt.

Willst Du weiterlesen oder endlich selbst schreiben?

Außerdem hat jede dieser Geschichten Auswirkungen auf Dich, auf Dein Leben. Jede dieser Geschichten hat nämlich eine neue Schicht um Dein Herz, um Deinen Seelendiamanten gelegt. Deshalb bist Du so geworden, wie Du heute bist. Mit all den Ängsten, Sorgen, Nöten und Macken, die du nun mal hast. Daran ist nichts Schlimmes oder gar Verwerfliches, denn so ist nun mal das Leben.
Wenn Du an dieser Stelle stehst, wenn Du hier gelandet bist und gerade diesen Text liest, ist es vielleicht höchste Zeit, das alte Buch zuzuklappen, es wegzulegen und nie wieder einen Blick hineinzuwerfen.
Sei Dir darüber bewusst, nur wenn Du es endgültig zuklappst, kannst Du endlich ein Buch mit leeren Seiten aufschlagen und nur dann kannst Du Deine Geschichte neu erzählen und selbst aufschreiben.
Um an diesen Punkt zu kommen, an dem Du jetzt stehst, hast du vielleicht jahrelang gebraucht. Oder nur einen Tag. Du warst auf Deinem Weg vielleicht hin und wieder ratlos, warst mitunter vielleicht sogar verzweifelt, und hast immer wieder gezweifelt, ob Du auf dem richtigen Weg bist. Und eventuell hast Du Dir sogar Hilfe geholt. Oder noch nicht? Wird es nicht langsam Zeit dafür?

Neue Geschichten – alte Geschichten?

Denn was ist mit den alten Geschichten, die immer noch in Dir drin sind, die ein Teil Deiner Persönlichkeit geworden sind, ich meine jene Geschichten, die immer noch Dein Leben bestimmen. Die Ängste, Begrenzungen, die Scham, die Schuld, die Sorge, nicht gut genug zu sein! Was ist damit?
Soll ich die alten Geschichten etwa umschreiben, fragst Du Dich vielleicht gerade.
Du hast recht, Geschichten können umgeschrieben werden. Sie können tatsächlich so umgeschrieben werden, dass sie Dein Leben nicht mehr negativ beeinflussen.
Das klingt vielleicht ganz unglaublich für Dich. Doch es stimmt.
Nur wenn Du drangehst und die alten Geschichten nicht nur hinter Dir lässt, sondern sie erfolgreich umschreibst, wirst Du zu dem Menschen, der Du sein könntest.
Ja, auch Du kannst jemand völlig Neues werden. Dann kanst Du wundervoll, angstfrei, selbstbewusst und vollkommen frei sein!

Lass uns gemeinsam Deine Geschichten umschreiben! Melde Dich noch heute zu einem halbstündigen kostenlosen Gespräch per Telefon bei mir an. Schreib mir am besten eine E-Mail mit zwei Terminvorschlägen während der normalen Bürozeiten, damit wir unseren Termin vereinbaren können!
Wenn das bei Dir nicht klappt, schreib trotzdem, wir finden auf jeden Fall einen Termin.
Damit auch Du bald wundervoll, angstfrei, selbstbewusst und vollkommen frei sein kannst. Weitere Informationen findest Du unter Angebot.

Die Künstlerin

Die Vorstellung

Ich arbeite auch als Lektor und Buchgestalter und das ausschließlich mit Autorinnen, also mit Frauen.
Erst vor Kurzem saß eine Frau bei mir, sie war etwa Mitte sechzig und hatte eine enorme Ausstrahlung. Kurz, sie war das, was man eine gestandene Frau nennt.
Ihr Wunsch war, aus einigen ihrer grafischen Arbeiten ein Buch machen zu lassen, sie wusste aber nicht, wie sie das anstellen sollte. Deshalb saß sie in diesem Beratungsgespräch vor mir.
Ich sah mir ihre Kunstwerke, die sie exemplarisch mitgebracht hatte, mit großem Interesse an. Ich bin zwar kein großer Kunstkenner, erkannte aber auf den ersten Blick, dass diese Arbeiten hohe Qualität und Anspruch besaßen. Einige davon erinnerten mich entfernt an große Künstler wie Kandinsky oder gar an Picasso.
Selbstverständlich sagte ich ihr das und lobte das eine oder andere Blatt besonders.

Ist das wirklich möglich?

Nun kam etwas, das ich von dieser gestandenen Frau niemals erwartet hatte.
»Meinst Du wirklich, ich kann das veröffentlichen?«, fragte sie. »Mein Exmann sagte immer, meine Kunst wäre infantil.« In diesem Moment wirkte sie unsicher wie ein Schulmädchen.
Ich war ziemlich verunsichert und dachte zuerst, sie wollte noch mehr meines Lobes hören. Doch weit gefehlt! Ihre Frage war völlig ernst gemeint.

Meine intuitive Lösung

Ich hatte intuitiv sofort erkannt, wo ihr Problem lag, und sagte ihr das. Ich ergänzte: »Wenn Du dieses eine Problem, das gewissermaßen eine Blockierung darstellt, wegbekommst, wirst Du niemals wieder so denken. Stattdessen kannst Du frei sein, Deine Kreativität endlich leben und in vollen Zügen genießen.«
»Meinst Du wirklich? Und wie soll das gehen?«
Ich zeigte ihr mehrere Wege, auf denen das möglich war und schlug ihr vor, gemeinsam zu beginnen, einen davon zu gehen. Sie war sofort Feuer und Flamme und wir machten uns sofort an die Arbeit.
Zugegeben, der Weg, den wir gingen, war nicht sehr leicht. Aber er hat sich gelohnt, sie ist zu einer anderen geworden.

Eine »neue« Persönlichkeit

Wenn ich dieser Frau heute begegne, ist sie nicht mehr die kindliche, leicht verschüchtert wirkende ältere Dame, sondern eine Künstlerin, die ihr Künstlerinnensein lebt und jede einzelne Sekunde davon genießt.
Sie war nicht die Erste und sicher auch nicht die letzte Frau, die von sich dachte, sie wäre nicht genug, sie könnte nicht genug, sie wüsste nicht genug oder dergleichen mehr.
Vielleicht geht es Dir ähnlich? – Keine Sorge, Du bist in bester Gesellschaft. Auch ich kannte diesen Glaubenssatz zur Genüge und trug ihn jahrzehntelang mit mir herum wie einen schweren Ballasttank. Als Kind hatte ich immer wieder zu hören bekommen, das ist falsch, das kannst du nicht, dafür bist du noch zu klein etc.

Mein eigener Weg aus dem Tal

Wegen dieses Glaubenssatzes bin ich durch ein langes, tiefes Tal gegangen, ich habe ständig an mir gezweifelt, habe lange mit mir gehadert und mich vieles nicht getraut, einfach weil ich nicht genug war. Doch dieses Nichtgenugsein war nur in meinem Kopf.
Das ging so lange, bis ich schließlich den Mut fand, einen Weg durch meine Angst zu gehen. Zuerst wurde es stockfinster um mich herum, doch schon bald sah ich das Licht.
Heute kenne ich die Angst, nicht zu genügen, nicht mehr. Sie gehört ganz einfach nicht mehr zu mir. Nur selten noch sehe ich ein fahles Abbild dieser Angst aufblitzen. Doch es tangiert mich nicht mehr, es hat nichts mehr mit mir zu tun.

Eine Lösung auch für Dich?

Wenn Du den Wunsch in Dir spürst, kann ich dir in einem geschützten Raum Wege zeigen, auf denen Du nicht noch einmal durch Deine Angst gehen musst, denn das ist gar nicht notwendig.
Jeder dieser Wege, von denen ich intuitiv einen auswählen werde, geht sich leicht und mühelos. Doch gehen musst Du ihn selbst. Du selbst musst Deine Angst überwinden wollen. Du selbst musst mit jeder Faser Deines Körpers Deine Kreativität leben, Autorin oder Künstlerin sein wollen oder was auch immer.
Wenn Du das willst, dann melde Dich zu einem unverbindlichen halbstündigen Gespräch mit mir an und wenn Du dann den drängenden Wunsch in Dir spürst, werde ich Dir helfen, die ersten Schritte Deines neuen Weges zu gehen. Ich werde Dich sozusagen bei den ersten Schritten an die Hand nehmen. Wenn Du das Gehen gelernt hast, werde ich Dich gern wieder loslassen, damit Du Deine Gaben in die Welt bringen kannst.
Ich verspreche Dir, Du wirst diesen angstfreien Zustand lieben und nie wieder daran denken wollen, wie es vorher war.

Also hab Mut, melde Dich gleich bei mir! Meine Kontaktdaten findest Du auf der entsprechenden Seite.

Wie ein Phönix aus der Asche

Mein erklärtes Ziel bei meiner Arbeit als Lektor und Mediengestalter war es immer, dass die Autorin von ihrem eigenen Text nach meiner Arbeit noch begeisterter war als vorher. Im Lauf der Jahre waren es viele Frauen, die meine Dienste in Anspruch nahmen und jede war zufrieden mit meiner Arbeit. Mittlerweile nannte ich es meine Gabe, dass ich Frauen wahrhaftig verstehen konnte und mitunter sogar das wusste, was nicht gesagt wurde, aber dennoch im Raum schwebte. Ich konnte das Nichtgesagte »hören«.
Doch selbst ich hatte mitunter Zweifel an mir. Wie an jenem Tag.

Der Tag, an dem mir nichts gelang

Was war das? An diesem einen Tag wollte bei mir selbst rein gar nichts funktionieren. Ich scheiterte an zwei simplen Aufgaben, die ich schon oft und jedes Mal binnen Minuten erledigt hatte. Ich wollte lediglich einen Buchblock und das Cover eines Buches auf den Server einer Druckerei hochladen.
Ganz ruhig. Durchatmen. Und nun nochmal mal von vorn.
Wieder klappte es nicht. Es war zum Haareraufen! Was war nur los mit mir? Bekam ich jetzt nicht einmal mehr Routineaufgaben hin? Ich holte ganz tief Luft.
Noch einmal! Das war doch nicht so schwer, als dass ich das nicht schaffte! Im Grunde genommen war es sogar sehr leicht. Es ging nur darum, zwei Dateien hochzuladen.

Fehlermeldung folgt auf Fehlermeldung

Doch auch diesmal kamen die Meldungen: »Ihre Datei enthält mehrere Fehler.«
Ich sprang auf und tigerte unruhig hin und her. In meinem Hirn arbeitete es. Was war nur los? Lag das etwa an mir? War ich etwa zu doof, eine Datei hochzuladen? War ich einfach zu blöd dazu? Ich ging in einen anderen Raum und setzte mich entspannt hin. Doch das Entspannen wollte mir nicht gelingen.
Nicht mal entspannen kannst du Versager!, hörte ich die Stimme in meinem Kopf sagen.

Der Zusammenbruch

Auf unserer Notleitung rief ich meine Mentorin an, um mit ihr darüber zu reden. Genau für solche Fälle hatten wir diese Möglichkeit eingerichtet. Frau Engel kennt mich in- und auswendig. Mit ihr habe ich schon über Dinge geredet, die ich meinen engsten Freunden nicht anvertraut habe.
»Nun beruhige dich doch erst mal«, forderte sie mich auf. Doch ich konnte mich nicht beruhigen, ich wollte mich gar nicht beruhigen! Ich wollte diese zwei Aufgaben lösen, mehr wollte ich doch nicht! Ich fühlte mich wie ein Versager und sagte ihr das.
»Du bist doch kein Versager«, meinte sie. »Sonst hätte dein Vater ja …«
Mehr hörte ich nicht, denn in diesem Moment brach ich hemmungslos in Tränen aus.
Dein Vater, diese beiden Worte hatten in diesem Moment wie ein rotes Tuch auf mich gewirkt. Zeit meines Lebens war mein Vater sehr dominant und ich konnte ihm niemals etwas recht machen. In meinem gesamten jetzt 56-jährigen Leben kann ich mich lediglich an genau zwei Gelegenheiten erinnern, bei denen er mich gelobt hatte.

Alte Muster kommen hoch

»Du bist wirklich zu nichts zu gebrauchen«, war einer seiner Standardsprüche. Und heute sah es ganz so aus, als ob er recht damit hätte. Ich brachte wirklich nichts auf die Reihe! Diese Überlegungen brachten mich noch mehr zum Weinen und trugen nicht im Geringsten zu meiner Entspannung bei.
Frau Engel wohnt nicht weit entfernt, deshalb hörte ich sie nach einigen Minuten, in denen ich in einem fort hemmungslos schluchzte, sagen: »Ich komme zu dir!« Sie legte auf. Erst jetzt konnte ich zum ersten Mal wieder etwas durchatmen.

Tiefe Selbstzweifel

Doch an eine wirkliche Entspannung war nicht zu denken. Bereits nach wenigen Sekunden bekam ich den nächsten Weinkrampf. Alles, was sich über viele Jahre in mir aufgestaut hatte, kam jetzt heraus.
Wenig später erschien Frau Engel. Schon im Flur umarmte sie mich, damit ich mich beruhigen konnte. Doch ganz im Gegenteil, an ihrer Schulter brach alles noch einmal aus mir heraus, der ganze Schmerz, den ich in mir spürte, all der Frust, all die Beleidigungen, all die Nichtachtung, all die Wut, die ich hatte. All das brach in diesem Moment aus mir heraus. Nur sehr langsam konnte ich mich wieder beruhigen.

Die Auflösung

Nachdem wir später einen Kaffee getrunken hatten, redeten wir über die Situation und sie erklärte mir, dass meine Kundinnen doch stets sehr zufrieden mit meiner Arbeit waren. Ja, das stimmte, aber …
»Sicher war das mit dem Hochladen nur ein technischer Fehler«, meinte sie lächelnd. Ich zweifelte immer noch daran.
Genau in diesem Moment klingelte mein Handy. Die Druckerei rief an, um sich zu entschuldigen. Technische Probleme hatten dazu geführt, dass auch meine Dateien als fehlerhaft erkannt worden waren. Mir fiel ein riesengroßer Stein vom Herzen. Augenblicklich machte sich Erleichterung in mir breit.

Die Erleichterung

Frau Engel lachte: »Siehste, die ganze Aufregung war umsonst. Das habe ich doch gleich gewusst.«
Nachdem das Buch gedruckt vor mir lag, mein Belegexemplar, überreicht von einer glücklichen, strahlenden Kundin, stieß ich gemeinsam mit Frau Engel auf meinen Erfolg an und fühlte mich wie ein aus der Asche aufgestiegener Phönix.

Meine Erkenntnis und was daraus wurde

Doch in mir arbeitete es weiter. Ich war an diesem Tag durch ein tiefes Tal gegangen, viele alte Ängste waren ans Tageslicht gekommen. Besonders brutal war ich durch meine alte Angst gegangen, nicht genug zu sein. Das hatte mein Vater mir schließlich all die Jahre über immer und immer wieder gesagt. So oft, dass dieser Satz schließlich als Programm in mir verankert war und ganz von selbst ablief. Ich konnte mich nicht dagegen wehren. Doch nun, ausgelöst durch meinen Zusammenbruch, hatte ich die Angst intensiv ansehen müssen.
Durch dieses Ansehen war dieses Programm ein für alle Mal gelöscht. Ich fühlte mich besser, freier, war nun zu allem Möglichen in der Lage. Dieses Ereignis wirkte in mir noch lange nach, doch es hatte mich zum Guten verändert. Ich war jetzt viel selbstbewusster, selbstsicherer, traue mir viel mehr zu, fühlte mich lebendiger und bin mehr bei mir. Es ist wahr, ich traute mir plötzlich Dinge zu, die ich vorher nie in Erwägung gezogen hätte.
Mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Plötzlich erkannte ich, dass jede Station meines Weges mich immer näher zu diesem Ziel gebracht hatte. Alles in meinem Leben gehörte zusammen. Es war, als wenn sich ein riesiges Puzzle von selbst zusammensetzte!

Die Transformation

Da ich wusste, dass viele meiner Kundinnen ganz ähnliche Programmierungen hatten, wie die, die ich glücklicherweise losgeworden war, suchte ich aktiv nach Lösungswegen. Ich suchte nach Wegen, wie man solche Programmierungen löschen konnte, ohne noch einmal durch die schreckliche Angst zu gehen, ohne zu leiden.
Und ich wurde fündig. Ich habe mir mittlerweile sogar einen ganzen »Werkzeugkasten« zugelegt, in dem verschiedene Werkzeuge liegen, die ich je nach Situation und je nach Bedarf anwenden kann, um Frauen wie Dir mit meiner sensiblen Art zu helfen, ihre hemmenden Programmierungen loszuwerden.

Mein Angebot an Dich

Ich begleite Dich als Mentor intuitiv, einfühlsam und wertschätzend mit ganz viel weiblicher Energie auf Deinem Weg, der ganz leicht sein darf. Eines ist sehr wichtig: Du musst selbst den Entschluss fassen, Deinen Weg zu gehen. Diese Entscheidung kann Dir niemand abnehmen.
Ich biete Dir den geschützten Raum eines Mentorings, in dem Du Dich angenommen und als Mensch wertgeschätzt fühlen darfst. Ich werde Dir ohne Vorbehalte zuhören und Dir so lange ein zuverlässiger Begleiter sein, wie es für Dich notwendig ist.
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Die Zeichnung des Phönix stammt von der wunderbaren Künstlerin
Vera Sator https://sartora.de

Wie ich wurde, was ich bin Teil 2

Es war kurz vor seinem neunten Geburtstag, als der Junge erfuhr, dass seine Mama in glücklichen Umständen war. Er, der bisher ein Einzelkind war, sollte ein Geschwisterchen bekommen. Die gesamte Familie freute sich sehr darüber und alle bereiteten sich auf die Ankunft des Babys vor. Doch was war das? Er beobachtete, dass der Bauch seiner Mama immer mehr wuchs! Sehr behutsam zeigte seine Mama ihm auf der Straße andere Frauen, deren Bäuche schon viel größer waren als ihrer. Auch diese Frauen waren schwanger.

Schwanger, welch seltsames Wort, welch seltsamer Zustand. Unser Junge fand, alle Frauen, die ein Baby erwarteten, waren wunderschön. Und irgendwie fand er, Frauen in diesem Zustand waren etwas Besonderes, sie waren wertvoller, schützenswerter und irgendwie auch schöner als andere Frauen. Irgendwie war eine Schwangerschaft wohl etwas Heiliges. Nein, jede schwangere Frau war eine Heilige!
Sicher keine gewöhnlichen Gedanken für einen knapp Neunjährigen, noch dazu, wenn er atheistisch aufwächst. Und doch gingen ihm genau diese Ideen durch den Kopf, während dieses seltsame warme, angenehme Gefühl ihm durch den Bauch ging.

Als die Zeit reif war, musste die Mama unseres jungen Helden ins Krankenhaus in der benachbarten Kreisstadt, um zu entbinden. Entbindung – wieder so ein komisches Wort. Aber irgendwie fühlte sich auch das besonders an.
Seine Mama hatte ihm erklärt, auf welchem Weg das Baby, sein Geschwisterkind, zur Welt kommen würde. Da es damals weder Ultraschall noch andere Untersuchungen gab, wusste niemand, ob in Mamas Bauch nun ein Junge oder ein Mädchen heranwuchs. Hauptsache, es ist gesund, hieß es überall. Klar, vor allem darauf kam es an, nicht darauf, ob es männlich oder weiblich war. Aber irgendwie wünschte er sich doch eher ein Schwesterchen, denn er fand Mädchen lange nicht so kompliziert wie Jungs.
Die aufregenden Tage, in denen Mama im Krankenhaus war, verbrachte unser Knabe bei seiner Oma.
Um zu erfahren, was im Krankenhaus vor sich ging, rief der Vater regelmäßig dort an, denn er arbeitete im Schichtsystem rund um die Uhr. Und gerade war eine Nachtschichtwoche. Deshalb musste er tagsüber schlafen und konnte seine Frau nicht besuchen. Außerdem hatten Männer damals bei der Entbindung nichts verloren. Das war reine Frauensache.

Eines schönen Tages erfuhr unser Knabe, dass er Bruder geworden war. »Na, schätze mal, ob du einen Bruder oder eine Schwester bekommen hast!«, forderte sein Vater ihn auf. Er hörte auf sein Bauchgefühl und tippte auf eine Schwester.
»Stimmt!«, freute sich der Vater. »Aber Deine Mama hatte zwei Babys im Bauch! Du hast auch noch einen Bruder bekommen!«, freute er sich weiter und hatte tatsächlich eine Träne im Auge.
Zwillinge! Das war natürlich eine Riesenüberraschung. Schnell wurde ein zweiter Stubenwagen organisiert und auch ein Zwillingskinderwagen musste her! Doch der musste erst bestellt werden, denn Zwillingsgeburten und damit auch Zwillingskinderwagen waren in jener Zeit selten, erst recht in der kleinen Stadt, in der unser Held zu Hause war.
Irgendwann war Mama mit den Zwillingen nach Hause gekommen, während er in der Schule war. Als er die beiden winzigen Menschlein zum ersten Mal sah, wurde ihm bewusst, welch große Leistung seine Mama erbracht hatte, als diese beiden neuen Lebewesen in ihr heranwuchsen.
Die nächsten Wochen waren eine Umstellung für alle, auch für unseren Jungen. Alles musste doppelt erledigt werden: Zwei Babys mussten gefüttert, gewickelt und gebadet werden. Da seine Mama das allein nicht schaffen konnte, half er ihr dabei, wenn seine Zeit es zuließ. Er wurde der perfekte große Bruder, Mama war stolz auf ihren Großen. Als die Zwillinge zum ersten Mal ausgefahren wurden, war in der kleinen Stadt gerade Weihnachtsmarkt.
Er beschäftigte sich mit seinen winzig kleinen Geschwistern, spielte oft mit ihnen und fuhr sie später manchmal sogar allein im Wagen aus. Er war stolz, dass er seiner Mama helfen konnte, und bemühte sich, ihr keine zusätzlichen Sorgen zu bereiten. Deshalb strengte er sich jetzt in der Schule besonders an.

Etwa vier Jahre später, mittlerweile ging er in die achte Klasse und hatte seine Probleme mit der Pubertät, fühlte unser Jüngling sich sehr schlecht. Was war passiert?

Während einer Routine-Untersuchung war bei seiner Mama eine schwere Erkrankung festgestellt worden. Sie musste sofort zur Behandlung ins Krankenhaus in die Bezirksstadt. Dorthin zu kommen, um sie zu besuchen, war nicht so einfach, denn die Familie besaß kein Auto. Lediglich ein Moped fuhr der Vater. Dennoch besuchten sie die Mama ein ums andere Mal. Ihr ging es sehr schlecht, deshalb musste sie viele Behandlungen und etliche Eingriffe über sich ergehen lassen.
Irgendwann war seine Mama wieder nach Hause gekommen, als er in der Schule war. Doch sie war längst nicht gesund, musste fast immer liegen und sich schonen. Da seine Schule dem Wohnhaus der Familie direkt gegenüberlag, erhielt er von der Schulleitung die Erlaubnis, in jeder Pause das Schulgelände zu verlassen, um seine Mama zu betreuen. Während seine Schulkameraden Pause machten und ihre Brote verdrückten, rannte er schnell zu seiner Mama, um ihr zu helfen, alltägliche Dinge zu bewältigen.
Doch nichts half, seine Mama nahm immer mehr ab, sie wurde immer kraftloser.

Er ahnte längst, dass sie sterben würde, lange bevor der Arzt ihn persönlich davon in Kenntnis setzte. Nur ihn; weder sein Vater noch sonst jemand in der Familie erfuhr davon. Der Arzt hatte es ihr versprechen müssen.
Immer wieder sagte ihm seine Mama, dass er etwas Besonderes war. Nicht nur ihr großer Sohn, sondern etwas ganz, ganz Besonderes. Sie hatten eine so enge Beziehung miteinander, dass er sich fühlte, als würde ihm ein Dolch ins Herz gestoßen, als sie tatsächlich starb. Er hatte alle Tränen schon geweint, sodass er jetzt keine mehr hatte.
Im Monat drauf wurde er 14. Und doch war er schon erwachsen.

Während sein Vater und einige Bekannte sich an diesem, seinen Geburtstag vor lauter Kummer betranken, saß er in seinem Zimmer und schrieb seiner Mutter ein Gedicht. Er schrieb sich all seinen Frust, seine Angst und seinen Zorn in sehr einfühlsamen Worten von der Seele.
In den Wochen und Monaten darauf verkroch er sich in seine Bücher. Er las viel und vieles mehr als einmal. Vor allem die Sagen und Märchen, die er in jener Zeit las, halfen ihm dabei, ohne sie weiterzuleben.

Als er zum ersten Mal nach dem Tod seiner Mama wieder in die Schule gegangen war, sahen ihn alle so komisch an, fast als wäre er ein Außerirdischer. Kaum jemand sagte etwas zu ihm, nur ein paar Mädchen aus seiner Klasse und seine Klassenlehrerin sagten ein paar Worte, die ihn aber nicht zu trösten vermochten. Natürlich nicht.
Gleich am ersten Tag musste er eine Klassenarbeit in Physik mitschreiben, obwohl er länger als eine Woche gefehlt hatte. Dennoch war er am Ende der Einzige, der eine sehr gute Arbeit abgeliefert hatte. Nur, weil er eine elektrische Schaltung lesen konnte. Das machte ihn stolz und zum ersten Mal dachte er wieder an sie.

Im ganzen Ort dachte niemand, dass im Monat nach seinem Geburtstag seine Jugendweihe gefeiert werden würde, er selbst am allerwenigsten. Und doch richteten sein Vater und seine Verwandten ihm eine Feier aus.

Wenig später lernte er bei einem gemeinsamen Klassenbesuch bei der Klassenlehrerin, die kurz zuvor entbunden hatte, auch deren Mann kennen. Sofort hatte er das Gefühl, dass diese Ehe nicht mehr lange halten würde.
Etwa zwei Jahre später bewahrheitete sich diese Ahnung zu seinem Entsetzen.
Als nahezu dieselbe Situation etwa ein Jahr später noch einmal geschah – diesmal mit einer jungen Lehrerin, die schwanger war – vermutete er, dass er dafür ein Talent besaß, so etwas zu erkennen. Doch er wusste nicht, wie er darauf kam, er wusste nur, dass stimmte, was seine Intuition ihm sagte.

Eine Weile später kam er mit den Jungs aus seiner Klasse nicht mehr klar. Er fühlte sich jetzt noch mehr zu den Mädchen hingezogen. Nicht etwa, weil es Mädchen waren, also keineswegs aus sexuellen Motiven, sondern weil er mit ihnen auch über seine Gefühle reden konnte. Etwas, das er mit keinem der Jungs konnte. Die Mädchen aus seiner Klasse konnten ihm zwar auch nicht helfen, aber es half ihm sehr, einfach zu reden. Reden konnte er auch mit seinem Vater nicht, jedenfalls nicht über die Dinge, die ihn im Innersten berührten. Mit ihm führte er allerlei interessante Gespräche über das Universum, alte Kulturen oder andere Themen, mitunter sogar bis tief in die Nacht. Aber das, was ihn wirklich bewegte, darüber redeten sie nicht. Darüber schwiegen sie. Für immer.

Er erlernte einen Beruf, in dem viel weniger junge Männer als Frauen ausgebildet wurden. Deshalb hatte er seit dieser Zeit viel mehr mit jungen Frauen als mit jungen Männern zu tun. Und irgendwie kam er immer besser mit den Frauen klar. Vielleicht war das dadurch bedingt, dass er immer ein gutes Verhältnis zu seiner Mama gehabt hatte. Und es lag wohl auch daran, dass er schon immer viel Zeit bei seiner Oma verbracht hatte. Von dieser lebenserfahrenen und weisen Frau bekam er viele Ratschläge und Hinweise, die ihm das Leben mit Männern und mit Frauen erleichterten.
Mit seinem Vater kam er allerdings immer weniger aus, je erwachsener er wurde. Da halfen auch Omas beste Ratschläge nichts.

Als seine Lehrzeit sich dem Ende zuneigte, fragte sein Klassenlehrer ihn, ob er sich vorstellen könnte, irgendwann an seiner Stelle zu stehen. Das war etwas, das er sich durchaus vorstellen konnte. Doch leider, der Betrieb war anderer Ansicht. Man befand, dass er sich hochdienen solle. So absolvierte er eine Weiterbildung und wurde mit nur 18 Jahren bereits Meister in seinem Fach. Als solcher arbeitete er etwa ein Jahr lang. Doch sein Vorgesetzter hatte Wasch- und Kontrollzwang. Für ihn als jungen Mann war das unerträglich, denn er fühlte sich ständig kontrolliert, sogar in seiner Freizeit hatte er immer das Gefühl, beobachtet zu werden. In seinem Land war das damals nichts Unmögliches.
Deshalb entschloss er sich, dramatisch etwas zu ändern. Doch weder Versetzungsgesuch noch Kündigung funktionierten, da die Volkswirtschaft in seinem Land im Vordergrund stand, auch vor privaten Interessen.

Irgendwann in dieser Zeit hatte er seine erste Freundin und etwa zur selben Zeit auch eine erste kleine Wohnung. Obwohl das Zimmer nicht wirklich eine Wohnung darstellte. Die Toilette bestand aus einem simplen Plumpsklo. Also verkniffen sich das beide, so gut es eben ging. Die Beziehung hielt nicht lange; sie passten doch nicht so gut zusammen, wie er gedacht hatte. Die junge Dame wollte so schnell als möglich Nachwuchs, während ihm der Sinn mehr nach Lernen stand. Er wollte lernen, um anderen Menschen auf ihrem Weg helfen zu können. Eine Familie konnte er später immer noch gründen.
Schließlich realisierte er, dass nur die Landesverteidigung einen noch höheren Stellenwert als die Volkswirtschaft hatte. Deshalb meldete er sich für drei Jahre freiwillig zum Wehrdienst, der damals noch für alle jungen Männer obligatorisch war. Und schon ein gutes halbes Jahr später hatten sein Vorgesetzter und sein Betrieb das Nachsehen. Sein Abschied war einer für immer.

Fortsetzung folgt

Wie ich wurde, was ich bin Teil 1

Ich möchte diesen Blog damit beginnen, Dir meine Geschichte zu erzählen. Vielleicht hört sie sich für Dich mitunter wie ein Märchen an. Doch genau so ist sie in meiner Erinnerung. Genau so hat alles stattgefunden.

Es war einmal ein kleiner blonder Junge mit etwas abstehenden Ohren. Dieser Junge war ein wenig anders als die anderen Jungs in seinem Alter.
Schon als er in die Vorschule ging, die in einem Kindergarten stattfand, liebte er es mehr, sich mit Mädchen zu unterhalten, statt sich mit anderen Jungs zu raufen oder Schimpfworte zu rufen. Mit Jungs gab er sich nur sehr ungern und höchst selten ab. Obwohl er natürlich fast alles tat, was Jungs seines Alters gewöhnlich taten. Außer das Benutzen von Schimpfworten. Das tat er nie. Solche Worte in den Mund zu nehmen, widerte ihn dermaßen an, dass er lieber die für den Fall der Weigerung angebotenen Prügel in kauf nahm.

Irgendwann hatte der Junge sogar eine Freundin in seiner Vorschule. Sie hieß Sylvia und hatte weißblonde Haare. Mit Sylvia unterhielt er sich ganz besonders gern. Sie unterhielten sich über alles Mögliche, während sie abseits aller anderen am Zaun standen und gemeinsame Pläne für die Zukunft schmiedeten. Sylvia erzählte ihm, dass sie beide bald zur Schule gehen würden und malte ihm die Schule in den allerschönsten Farben aus. Die Schule zu besuchen schien ein erstrebenswertes Ziel zu sein. Sehnsuchtsvoll gingen ihre beiden Blicke zur gegenüberliegenden Schule.

Wie unglücklich war der Junge aber, als Sylvia eines schönen Tages nicht mehr zu ihren wochentäglichen Unterhaltungen kam. Er begann, sich ernsthafte Sorgen um sie zu machen. Vielleicht war sie ja krank und er könnte ihr helfen? Doch als der Junge seine Mama fragte, erfuhr er von ihr, dass Sylvia wenige Tage später in die Schule kommen würde. Endlich war es soweit! Dorthin wollte er ja auch!
Doch leider, dafür war er noch zu jung. Er musste noch ein geschlagenes langes Jahr warten, bis auch er endlich in die Schule gehen durfte. Diese Enttäuschung saß tief. Doch Sylvia vergaß er nie.
Dabei war sie nicht einmal seine erste geistige Freundin. Schon als er knapp drei Jahre alt war, hatte ein kleines Mädchen aus der Nachbarschaft ihn oft genommen, um sich um ihn zu kümmern. Als sie schließlich in die Schule kam, durfte, nein musste er mit auf das Foto
Schon damals besaß unser Knabe einen ausgezeichneten Blick für Details, da sein Vater stets sehr viel Wert auf Exaktheit legte. Der war nämlich cholerisch veranlagt und konnte bei der kleinsten Kleinigkeit explodieren. Deshalb hatte der Junge schon in jungen Jahren gelernt, peinlich genau auf Mimik und Gestik seines Gegenübers sowie auf den Tonfall seiner Worte zu achten. In Situationen, die explosiv enden konnten, wurde er immer stiller. Das war zuerst sicher eine reine Überlebensstrategie, doch dieses Verhalten gereichte ihm auch im späteren Leben noch oft zum Nutzen.

Irgendwann war es dann doch soweit. Stolz trug unser junger Freund seine Zuckertüte nach Hause. Und was für tolle Geschenke er bekommen hatte! Sogar ein Tintenfüller war dabei! Jetzt konnte das schöne Leben als Schulkind losgehen. Darauf ein Stückchen Schokolade!

In der ersten Klasse bekam der Junge eine Banknachbarin, das war die stolze Uta. Sie hatte so etwas wie ein Vogelnest auf dem Kopf. Also ihre Haare waren so frisiert, dass der Junge dachte, darauf könnte glatt ein Vogelpaar nisten und seine Jungen großziehen. Er hatte nämlich ein Buch zu Hause, das hieß »Die Schwalbenchristine«. Und dieses Buch erzählte die Geschichte eines Mädchens, das eine ebensolche Frisur hatte. Außer Ute gab es noch viele interessante Mädchen in der Klasse, wie unser Junge fand. Mit denen waren die Gespräche viel interessanter als die mit den anderen Jungs. Die Jungs waren oft einsilbig und verschlossen. Außerdem wollten sie sich immer nur raufen, um ihre Kräfte zu messen. Die Mädchen hingegen waren offener und erzählten auch mal etwas mehr. Kommunikation lag unserem Knaben nämlich immer schon sehr am Herzen, auch wenn er diesen Begriff zum Zeitpunkt seiner Einschulung noch nicht kannte.

Auf dem Schulhof dieser Schule war es zu jener Zeit üblich, dass die Jungs die Mädchen heftig ärgerten, ja mitunter sogar körperlich attackierten. Doch unser Junge beteiligte sich nie an diesen Spielen, die unter dem Motto »Jungs gegen Mädchen« stattfanden. Wenn er gezwungenermaßen doch mitmischte, versuchte er dabei immer, die Mädchen zu verteidigen. Die anderen Jungs waren dermaßen in ihr hässliches Spiel vertieft, dass sie sein Verhalten gar nicht mitbekamen. Jedenfalls wurde er von den anderen Knaben deshalb niemals angesprochen.
Er war immer etwas ängstlich, wenn es um ihn selbst ging, er stieg zum Beispiel nicht gern auf Leitern und jegliche körperliche Gewalt war ihm zuwider. Oft machte er sich darüber Sorgen, dass ein größerer Junge ihn ohrfeigen könnte. Deshalb ging er ihnen meistens aus dem Weg.
Nur wenn es um irgendein Mädchen ging, also wenn ein Mädchen verteidigt werden musste, konnte er nicht mutig genug sein. Er warf sich in die Bresche, wenn die anderen gemeinsam die Mädchen ärgerten, oder verteidigte sie mit Worten. Mit Worten konnte er schon immer gut umgehen.

Am Ende der dritten Klasse studierte die ganze Klasse mit der Klassenlehrerin ein Programm ein, um damit die Schulanfänger zu begrüßen, die damals noch »ABC-Schützen« genannt wurden. Gemeinsam mit einem anderen Knaben war der Junge dafür vorgesehen, den Jüngeren mit einem kleinen Sketch zu erklären, wie Schule funktionierte. Sogar in den Sommerferien trafen die Schüler sich regelmäßig in der Wohnung ihrer Klassenlehrerin, um gemeinsam weiter an den kleinen Stücken zu feilen.
Jener andere Junge musste für seine Rolle in das Kostüm eines Kaspers schlüpfen. Zu seinem Glück musste unser Held das nicht. Ein Kasper sein … nein, das wollte er bestimmt nicht. Er durfte für seine Rolle in einem weißen Hemd und mit seiner eigenen Hose auftreten, die seine Mama extra frisch gebügelt hatte.
Bald war der große Tag heran und alle älteren Schüler waren an diesem Tag mindestens so aufgeregt wie die Schulanfänger.
Das Programm zog sich in die Länge, doch schließlich waren die beiden Jungs mit ihrem »Unterrichts-Unterricht« dran. An den zitternden Händen seines Partners erkannte unser Junge, dass der mindestens genauso aufgeregt war, wie er selbst. Doch alles klappte prima. Auch die Klassenlehrerin war am Ende sehr zufrieden mit dem Auftritt der gesamten Klasse. Gemeinsam strebten die Kinder dem Ausgang entgegen, nachdem die Veranstaltung zu Ende war.
Doch plötzlich schob sich ein dicker Bauch ins Sichtfeld unseres jungen Helden. Der Vater eines der Schulanfänger sprach ihn an.
»Mein Junge, du warst einmalig!«, lobte dieser Vater, ein stadtbekannter Mann, »Du wirst mal ein richtig guter Lehrer!« Stolz wie ein Spanier ging unser Knabe an diesem Tag nach Hause und erzählte von seinem zukunftsweisenden Auftritt. Während seine Mama sich riesig über seinen Erfolg freute, winkte sein Papa nur ab: Brotlose Kunst!

So war es auch mit seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Lesen. Immer, wenn sein Vater ihn beim Lesen sah, fragte er ihn, ob er schon wieder Kinkerlitzchen mache, die unnütz seien. Dennoch las er. Er las viel. Er hatte mit Kinderliteratur begonnen, doch aus der war er schnell heraus-gewachsen. Also verlegte er sich auf die Jugendliteratur, als er noch nicht einmal zehn war. Später halfen ihm Sagen und Märchen über manche schwere Stunde hinweg. Noch später las er auch die Klassiker.

Fortsetzung folgt