Meine Berufung

Schon als relativ kleines Kind kam ich mit Konflikten zwischen männlicher und weiblicher Energie in Berührung.
Das Foto zeigt meine Eltern nach ihrer Eheschließung. Ich wäre wohl heute ein anderer, wenn sie so glücklich miteinander geblieben wären.

Mein Vater, der damals kein großes Selbstbewusstsein besaß, kam mit dem gesunden Selbstvertrauen meiner Mutter nicht zurecht. Ständig ermahnte er sie, ihm treu zu sein, oder warf ihr völlig aus der Luft gegriffene Untreue vor. Oft brach mein cholerischer Vater aus heiterem Himmel Streitereien mit meiner Mutter vom Zaun, unter denen ich als Kind am meisten litt. Jedes Mal spürte ich ganz klar, dass an den Vorwürfen meines Vaters nicht das Geringste dran war. Deshalb stand ich moralisch auf der Seite meiner Mutter. Doch als Kind wagte ich es nicht, meinem körperlich starken Vater entgegenzutreten, um meine Mutter in Schutz zu nehmen. Ich fühlte mich hilflos und war deshalb oft wütend, vor allem auf mich.
Da ich mich in solchen und ähnlichen Situationen nicht gut fühlte, vergrub ich mich in Büchern, sobald ich lesen konnte. In den Geschichten fand ich jene Sicherheit, die mir das Leben nicht bot, denn sie gingen immer gut aus. Außerdem waren sie für mich stets eine Kraftquelle. Die Bücher, die ich damals las, trage ich heute noch in mir. Deshalb kenne ich heute viele Heldinnenwege.
Doch zurück zu meiner Geschichte.

Unerklärliche Wut
Viele Jahre später. Ich saß in einem Büro. Am Schreibtisch mir gegenüber saß eine nette Kollegin. Unser Chef war ebenso cholerisch wie mein Vater. Auch er hatte eine sehr schöne Frau mit einem gesunden Selbstbewusstsein.
Dieser Chef kam eines Tages aus heiterem Himmel in unser Zimmer und gab meiner Kollegin eine Aufgabe, die mit ihrer Arbeit im Grunde nichts zu tun hatte. Doch sie sagte ihm aus Freundlichkeit zu, auch diese Aufgabe zu erledigen. Bald darauf, ich glaube schon am nächsten Tag, lieferte sie die Ergebnisse dieser zusätzlichen Aufgabe bei ihm ab.

Am darauffolgenden Tag erschien er in unserem Büro, während wir in unsere Arbeit vertieft waren. Ohne uns Gelegenheit zu geben, den gerade begonnenen Gedanken zu Ende zu denken oder den angefangenen Satz zu Ende zu schreiben, fing er an, loszublubbern.
Er warf meiner Kollegin nicht nur vor, etwas nicht zu wissen, das sie gar nicht wissen konnte, sondern er warf ihr auch die Papiere, die sie für ihn ausgefüllt hatte, mit Wucht auf den Tisch. Außerdem warf er ihr unsachgemäße Arbeit vor und dergleichen mehr.
In mir begann es bereits, zu brodeln.
Immer, wenn meine Kollegin den Mund aufmachte, um etwas zu entgegnen, fiel er ihr wieder ins Wort und das auf eine Art und Weise, wie ich es noch nicht erlebt hatte.
Meine Stimmung näherte sich bedrohlich dem Siedepunkt, als er seine Papiere wieder mitnahm und ohne ein weiteres Wort unser Büro verließ.
Mit einem Knall fiel die Tür ins Schloss.
Wenn er geblieben wäre, hätte ich ihm gewiss die Meinung gesagt. Doch diese Gelegenheit gab er mir nicht, indem er einfach ging.

Ich tat etwas, das ich noch nie zuvor tat
Ich bin ein sehr ruhiger und höflicher Mensch. Doch nachdem meiner Kollegin so großes Unrecht widerfahren war, wusste ich, dass ich sofort etwas unternehmen musste. Ich konnte gar nicht anders handeln, denn ich kann es nun mal nicht ausstehen, wenn Frauen ungerecht behandelt werden.
Ich wartete etwa zehn Sekunden, bevor ich betont langsam aufstand und das Büro ebenfalls verließ. Ich folgte unserem Chef, der schnurstracks in sein Büro ging. Auf dem Weg wunderte ich mich selbst über die unbändige Wut, die in mir war. Vor seinem Büro sammelte ich mich noch für zwei Sekunden, denn schließlich wollte ich nichts Unüberlegtes tun.
Ich klopfte an und trat ein, ohne auf sein »Herein« zu warten. Ich schloss die Tür betont leise.
Ohne zu warten, dass er zu mir sah, begann ich meinen leisen, höflichen Monolog, in dem ich ihm sein unmögliches Verhalten unserer Kollegin gegenüber vorwarf. Mein Auftritt gipfelte in etwas, das ich noch nie zuvor getan hatte: Ich benutzte ein Schimpfwort, sonst wäre ich vermutlich geplatzt.
Anschließend ersuchte ich ihn – immer noch leise und in aller Höflichkeit – sich für sein Verhalten bei unserer Kollegin zu entschuldigen. Dann drehte ich mich um und verließ grußlos sein Büro.
Auf dem Rückweg wunderte ich mich immer noch über diese unbändige Wut, die davor in mir war und die ich bei mir so nicht kannte.

Die Erkenntnis kam wie mit dem Vorschlaghammer
Viele Jahre später, in denen ich viel mit mir selbst gearbeitet und sogar viele Themen aus meiner Kindheit aufgearbeitet hatte, erkannte ich urplötzlich, dass diese hemmungslose Wut ihren Ursprung genau dort hatte: in meiner Kindheit. Im Verhalten meines Vaters meiner Mutter gegenüber. Das traf mich wie der sprichwörtliche Vorschlaghammer. Ich war total sprachlos und musste mich sammeln. Doch plötzlich ergab alles, was ich bisher im Leben erlebt hatte, einen Sinn. Alles fügte sich zusammen wie ein riesiges Puzzle, von dem ich gedacht hatte, dass es niemals fertig wird.
Von einer Sekunde auf die andere ergab alles ein Bild.

Jede Frau ist für mich eine Heldin. Ich selbst verdanke Frauen vieles, ja sogar mein Leben.
Weil ich gar nicht anders kann, helfe ich jetzt kreativen Frauen, die Konflikte mit männlichen Energien haben, diese Missstimmungen zu lösen, damit sie ihr Frausein, ihre Weiblichkeit und ihre Kreativität in vollen Zügen genießen können. Das ist meine Mission.

Ich habe den Rat von Frauen stets angenommen und sehr geschätzt. Deshalb möchte ich mit meiner Arbeit Frauen jetzt etwas zurückgeben.
Ich hole Dich aus Deinem Loch, ich zeige Dir, dass auch am Ende Deines Tunnels ein Licht ist.
Mein großes Ziel ist es, den Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Energien künftig auf kreative Art positiv zu nutzen.
Wenn Du Dich für mein Angebot interessierst, geh am besten sofort auf die Seite Angebot oder schreib mir eine E-Mail