Wie ein Phönix aus der Asche

Mein erklärtes Ziel bei meiner Arbeit als Lektor und Mediengestalter war es immer, dass die Autorin von ihrem eigenen Text nach meiner Arbeit noch begeisterter war als vorher. Im Lauf der Jahre waren es viele Frauen, die meine Dienste in Anspruch nahmen und jede war zufrieden mit meiner Arbeit. Mittlerweile nannte ich es meine Gabe, dass ich Frauen wahrhaftig verstehen konnte und mitunter sogar das wusste, was nicht gesagt wurde, aber dennoch im Raum schwebte. Ich konnte das Nichtgesagte »hören«.
Doch selbst ich hatte mitunter Zweifel an mir. Wie an jenem Tag.

Der Tag, an dem mir nichts gelang

Was war das? An diesem einen Tag wollte bei mir selbst rein gar nichts funktionieren. Ich scheiterte an zwei simplen Aufgaben, die ich schon oft und jedes Mal binnen Minuten erledigt hatte. Ich wollte lediglich einen Buchblock und das Cover eines Buches auf den Server einer Druckerei hochladen.
Ganz ruhig. Durchatmen. Und nun nochmal mal von vorn.
Wieder klappte es nicht. Es war zum Haareraufen! Was war nur los mit mir? Bekam ich jetzt nicht einmal mehr Routineaufgaben hin? Ich holte ganz tief Luft.
Noch einmal! Das war doch nicht so schwer, als dass ich das nicht schaffte! Im Grunde genommen war es sogar sehr leicht. Es ging nur darum, zwei Dateien hochzuladen.

Fehlermeldung folgt auf Fehlermeldung

Doch auch diesmal kamen die Meldungen: »Ihre Datei enthält mehrere Fehler.«
Ich sprang auf und tigerte unruhig hin und her. In meinem Hirn arbeitete es. Was war nur los? Lag das etwa an mir? War ich etwa zu doof, eine Datei hochzuladen? War ich einfach zu blöd dazu? Ich ging in einen anderen Raum und setzte mich entspannt hin. Doch das Entspannen wollte mir nicht gelingen.
Nicht mal entspannen kannst du Versager!, hörte ich die Stimme in meinem Kopf sagen.

Der Zusammenbruch

Auf unserer Notleitung rief ich meine Mentorin an, um mit ihr darüber zu reden. Genau für solche Fälle hatten wir diese Möglichkeit eingerichtet. Frau Engel kennt mich in- und auswendig. Mit ihr habe ich schon über Dinge geredet, die ich meinen engsten Freunden nicht anvertraut habe.
»Nun beruhige dich doch erst mal«, forderte sie mich auf. Doch ich konnte mich nicht beruhigen, ich wollte mich gar nicht beruhigen! Ich wollte diese zwei Aufgaben lösen, mehr wollte ich doch nicht! Ich fühlte mich wie ein Versager und sagte ihr das.
»Du bist doch kein Versager«, meinte sie. »Sonst hätte dein Vater ja …«
Mehr hörte ich nicht, denn in diesem Moment brach ich hemmungslos in Tränen aus.
Dein Vater, diese beiden Worte hatten in diesem Moment wie ein rotes Tuch auf mich gewirkt. Zeit meines Lebens war mein Vater sehr dominant und ich konnte ihm niemals etwas recht machen. In meinem gesamten jetzt 56-jährigen Leben kann ich mich lediglich an genau zwei Gelegenheiten erinnern, bei denen er mich gelobt hatte.

Alte Muster kommen hoch

»Du bist wirklich zu nichts zu gebrauchen«, war einer seiner Standardsprüche. Und heute sah es ganz so aus, als ob er recht damit hätte. Ich brachte wirklich nichts auf die Reihe! Diese Überlegungen brachten mich noch mehr zum Weinen und trugen nicht im Geringsten zu meiner Entspannung bei.
Frau Engel wohnt nicht weit entfernt, deshalb hörte ich sie nach einigen Minuten, in denen ich in einem fort hemmungslos schluchzte, sagen: »Ich komme zu dir!« Sie legte auf. Erst jetzt konnte ich zum ersten Mal wieder etwas durchatmen.

Tiefe Selbstzweifel

Doch an eine wirkliche Entspannung war nicht zu denken. Bereits nach wenigen Sekunden bekam ich den nächsten Weinkrampf. Alles, was sich über viele Jahre in mir aufgestaut hatte, kam jetzt heraus.
Wenig später erschien Frau Engel. Schon im Flur umarmte sie mich, damit ich mich beruhigen konnte. Doch ganz im Gegenteil, an ihrer Schulter brach alles noch einmal aus mir heraus, der ganze Schmerz, den ich in mir spürte, all der Frust, all die Beleidigungen, all die Nichtachtung, all die Wut, die ich hatte. All das brach in diesem Moment aus mir heraus. Nur sehr langsam konnte ich mich wieder beruhigen.

Die Auflösung

Nachdem wir später einen Kaffee getrunken hatten, redeten wir über die Situation und sie erklärte mir, dass meine Kundinnen doch stets sehr zufrieden mit meiner Arbeit waren. Ja, das stimmte, aber …
»Sicher war das mit dem Hochladen nur ein technischer Fehler«, meinte sie lächelnd. Ich zweifelte immer noch daran.
Genau in diesem Moment klingelte mein Handy. Die Druckerei rief an, um sich zu entschuldigen. Technische Probleme hatten dazu geführt, dass auch meine Dateien als fehlerhaft erkannt worden waren. Mir fiel ein riesengroßer Stein vom Herzen. Augenblicklich machte sich Erleichterung in mir breit.

Die Erleichterung

Frau Engel lachte: »Siehste, die ganze Aufregung war umsonst. Das habe ich doch gleich gewusst.«
Nachdem das Buch gedruckt vor mir lag, mein Belegexemplar, überreicht von einer glücklichen, strahlenden Kundin, stieß ich gemeinsam mit Frau Engel auf meinen Erfolg an und fühlte mich wie ein aus der Asche aufgestiegener Phönix.

Meine Erkenntnis und was daraus wurde

Doch in mir arbeitete es weiter. Ich war an diesem Tag durch ein tiefes Tal gegangen, viele alte Ängste waren ans Tageslicht gekommen. Besonders brutal war ich durch meine alte Angst gegangen, nicht genug zu sein. Das hatte mein Vater mir schließlich all die Jahre über immer und immer wieder gesagt. So oft, dass dieser Satz schließlich als Programm in mir verankert war und ganz von selbst ablief. Ich konnte mich nicht dagegen wehren. Doch nun, ausgelöst durch meinen Zusammenbruch, hatte ich die Angst intensiv ansehen müssen.
Durch dieses Ansehen war dieses Programm ein für alle Mal gelöscht. Ich fühlte mich besser, freier, war nun zu allem Möglichen in der Lage. Dieses Ereignis wirkte in mir noch lange nach, doch es hatte mich zum Guten verändert. Ich war jetzt viel selbstbewusster, selbstsicherer, traue mir viel mehr zu, fühlte mich lebendiger und bin mehr bei mir. Es ist wahr, ich traute mir plötzlich Dinge zu, die ich vorher nie in Erwägung gezogen hätte.
Mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Plötzlich erkannte ich, dass jede Station meines Weges mich immer näher zu diesem Ziel gebracht hatte. Alles in meinem Leben gehörte zusammen. Es war, als wenn sich ein riesiges Puzzle von selbst zusammensetzte!

Die Transformation

Da ich wusste, dass viele meiner Kundinnen ganz ähnliche Programmierungen hatten, wie die, die ich glücklicherweise losgeworden war, suchte ich aktiv nach Lösungswegen. Ich suchte nach Wegen, wie man solche Programmierungen löschen konnte, ohne noch einmal durch die schreckliche Angst zu gehen, ohne zu leiden.
Und ich wurde fündig. Ich habe mir mittlerweile sogar einen ganzen »Werkzeugkasten« zugelegt, in dem verschiedene Werkzeuge liegen, die ich je nach Situation und je nach Bedarf anwenden kann, um Frauen wie Dir mit meiner sensiblen Art zu helfen, ihre hemmenden Programmierungen loszuwerden.

Mein Angebot an Dich

Ich begleite Dich als Mentor intuitiv, einfühlsam und wertschätzend mit ganz viel weiblicher Energie auf Deinem Weg, der ganz leicht sein darf. Eines ist sehr wichtig: Du musst selbst den Entschluss fassen, Deinen Weg zu gehen. Diese Entscheidung kann Dir niemand abnehmen.
Ich biete Dir den geschützten Raum eines Mentorings, in dem Du Dich angenommen und als Mensch wertgeschätzt fühlen darfst. Ich werde Dir ohne Vorbehalte zuhören und Dir so lange ein zuverlässiger Begleiter sein, wie es für Dich notwendig ist.
Deshalb melde Dich am besten noch heute zu einem kostenlosen halbstündigen Gespräch bei mir an! Ich freue mich auf Dich!

Die Zeichnung des Phönix stammt von der wunderbaren Künstlerin
Vera Sator https://sartora.de